E-Mail an einen gewissen Herrn Qī

Sehr geehrter Herr Qī,

nach knapp 36 Stunden im Flugzeug, zwölf weiteren auf insgesamt sechs Umsteigeflughäfen, herbeigeführt durch vier Fehlkalkulationen seitens der Fluggesellschaft, versüßt von

  1. junggeselligen Trunkenbolden
  2. rigorosen Armlehneninanspruchehmern
  3. verschlaftabletteten Schnarchsymphonikern
  4. deoverleugnenden Systemwiderständlern
  5. rassistischen Sitzsonderwünschlern sowie
  6. schwer auszuweichenden Mehrfachplatzbesetzern

habe ich von Ihrem Angestellten nach meiner ersten Mahlzeit seit Stunden, die zudem kaum zufriedenstellend war, einen Glückskeks bekommen mit der folgenden Nachricht im Inneren:

Ein schöner Teil der Reise ist die Fahrt dorthin – amüsiere Dich.

Mehr im Affekt als in böswilliger Absicht habe ich in der Folge meine zu einer Faust geballte Hand mit emotionsgeladenem Schwung zentral in seinem Gesicht platziert. Ich bitte im Kontext der beschriebenen Umstände um Verständnis und hoffe, wir können uns in dieser Angelegenheit außergerichtlich einigen.

Mit freundlichen Grüßen,

John Doe

PS.: Vermisst Ihr Angestellter zufällig einen Zahn?

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