Der Schaum-Aal

Der Schaum-Aal stellt eine jener Kuriositäten dar, welche durch die strikte Einhaltung des §67 der Allgemeinen Bestimmungen der Weltenwanderer hervorgehen, besser bekannt als der „Wer’s zuerst gesehen, dem soll die Namensgebung zustehen“ – Paragraph. Besteht zum einen keine nähere Verwandtschaft zur Gattung der Aale, besitzt der Schaum-Aal zudem auch keinerlei äußerliche Ähnlichkeiten zu solchen mit Ausnahme seiner länglichen Gestalt, die er allerdings nur bei ausgestreckten Beinen und nur selten freiwillig einnimmt. Auch der erste Teil des Namens gibt bis heute Rätsel auf. Die Geschichte, wie es zu diesem Namen kam, ist umso kurioser. Bei dieser Art handelt es sich um die letzte und einzig nennenswerte Entdeckung des Bestiologen Hans Schwund, welcher bei der Entdeckung auch gleich dessen giftige Natur am eigenen Leib erfahren musste. Dank den raschen Notizen seines Assistenten konnte er dennoch von §67 Gebrauch machen. So werden Schwund folgende letzte Worte zugeschrieben: „Dort, Schaum-Aal!“ Was er sich bei diesem Namen dachte, wird vermutlich für immer ein Geheimnis bleiben.[1]


[1] Aus: von Schoengross, Martha: Anekdoten aus der Außergewöhnlichen Artenvielfalt der Ark-Dimension, Bielefeld 1992, S. 397.

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